Wenn nach außen vieles gelingt und der Alltag viel Kraft kostet
Du bekommst beruflich vieles hin und andere verlassen sich auf dich. Gleichzeitig braucht es viel Aufwand, den Alltag zu organisieren, Reize zu verarbeiten und Erwartungen zu erfüllen. Wie viel Kraft das kostet, sehen andere oft kaum.
Ich lege einen klaren Schwerpunkt meiner Coachingarbeit auf berufliche Fragen von Menschen mit ADHS. Mein Angebot steht auch Menschen mit anderen Formen von Neurodivergenz offen, etwa Autismus. Du kannst mit oder ohne Diagnose kommen.
Im Coaching geht es darum, wie du deine berufliche Situation erlebst, was dir an deiner Arbeit wichtig ist und welchen Aufwand sie von dir verlangt. Dazu gehören deine Rolle, die Erwartungen anderer und die Bedingungen, unter denen du arbeitest.
Mögliche Themen im Coaching
Du kannst mit einer beruflichen Entscheidung, einem Konflikt oder einer Frage zu deiner Rolle kommen.
Du weißt, was du tun möchtest, aber der Einstieg, das Dranbleiben oder das Setzen von Prioritäten fällt dir schwer.
Kurzfristige Änderungen oder unausgesprochene Erwartungen im Umgang mit anderen kosten dich viel Kraft.
Du passt dich im Umgang mit anderen stark an und bemerkst erst spät, was du selbst brauchst.
Eine bisher hilfreiche Arbeitsweise kostet inzwischen viel Kraft, und für Erholung bleibt wenig Raum.
Du fragst dich, ob deine Aufgaben und deine berufliche Rolle noch zu deinen Interessen und Überzeugungen passen.
Wie ich arbeite
Mein Coaching ist systemisch geprägt. Wir betrachten, wie du deine Situation erlebst, was dir wichtig ist und welche Rolle Erwartungen, Beziehungen und dein Arbeitsumfeld dabei spielen.
Von Anfang an beziehen wir auch ein, wie du Aufmerksamkeit und Aufgaben steuerst, welche Reize dich beanspruchen und wie viel Kraft die Anforderungen kosten. An konkreten Situationen prüfen wir, was dir etwas erleichtert, was es erschwert und wie du bislang damit umgehst.
Wie wir das Gespräch strukturieren und welche Methoden ich nutze, richtet sich nach deinem Anliegen und danach, was dir beim Wahrnehmen, Verstehen oder Ausprobieren hilft.
Mich interessiert, wofür bisherige Vorgehensweisen hilfreich waren und was sie heute kosten. Auch den Wunsch, dich besser zu organisieren oder mehr zu schaffen, nehmen wir genauer in den Blick: Was erhoffst du dir davon, und welche Erwartungen anderer spielen dabei mit?
Dabei kann auch wichtig sein, was du in einer Situation oder im Gespräch fühlst und körperlich bemerkst. Gemeinsam klären wir, wie diese Erfahrungen mit deiner Situation zusammenhängen. Auch vertraute Erklärungen können wir dabei hinterfragen. Du kannst meinen Beobachtungen widersprechen.
Im Gespräch kann zunächst deutlicher werden, was dich beschäftigt, welche Widersprüche bestehen und welche Möglichkeiten du hast. Daraus können eine Entscheidung, andere Absprachen oder eine veränderte Aufgabenstruktur folgen. Wenn du etwas im Alltag ausprobierst, prüfen wir, ob es dir hilft und welchen Aufwand es mit sich bringt.
Coaching für Angehörige
Wenn dir ein neurodivergenter Mensch nahesteht, kannst du mit deiner eigenen Situation ins Coaching kommen – etwa als Elternteil oder in einer Partnerschaft.
Im Mittelpunkt stehen deine Bedürfnisse und Grenzen, Erwartungen und die Verteilung von Verantwortung. Daraus lässt sich genauer klären, was du ansprechen möchtest und welche Handlungsmöglichkeiten du selbst hast.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Diagnose?
Nein. Du kannst mit oder ohne Diagnose kommen. Ausgangspunkt sind deine Erfahrungen und die Fragen, die dich beschäftigen. Eine vorhandene Diagnose beziehen wir ein, soweit sie für dein Anliegen relevant ist. Ob ADHS oder Autismus vorliegt, ist eine Frage für eine fachliche diagnostische Abklärung.
Ist Coaching auch sinnvoll, wenn ich nach außen gut funktioniere?
Ja. Du kannst deine Aufgaben bewältigen und dabei stark belastet sein. Der Aufwand, den du dafür betreibst, und dein Bedarf an Erholung können selbst Anlass für ein Coaching sein.
Wer bezahlt das Coaching?
Mein Coaching ist eine private Selbstzahlerleistung. Die Sessions werden einzeln nach ihrer Durchführung abgerechnet.
Coaching ersetzt keine Psychotherapie oder medizinische Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen und behandle keine psychischen Erkrankungen. Wenn akute Krisen, starker psychischer Leidensdruck oder ein medizinischer beziehungsweise psychotherapeutischer Behandlungsbedarf im Vordergrund stehen, braucht es dafür die entsprechende fachliche Unterstützung.